Fandom


Reinickendorf (auch bekannt als Anti-Spandau oder Tegeler Kolonialverbund) ist abhängig von der Person, die man fragt entweder ein Stadtteil Berlins oder eine selbstständige Großstadt an der Ostseite der Mittleren Havel. Es ist die geistige Heimat des Kaisers der Westerinsel Woodgrain Gerbil, wobei er eigentlich aus Berlin-Wedding stammt, aber den Wedding - bis auf die Ecke um den Flughafen Tegel - richtig doof findet. Regiert wird Reinickendorf von der Reinickendorfer Sezessionsbrigade (RSB) unter der Führung besagten Woodgrain Gerbils.

GeschichteBearbeiten

Die Gründung Reinickendorfs wird um 1230 als Reynekenstorf angesetzt und damit ist Reinickendorf eine der ältesten Besiedlungen des Berliner Umlandes. Zentrum des kleinen Angerdorfes bildete die Gegend nördlich des Schäfersees, die heute passenderweise als Alt-Reinickendorf bekannt ist. Bereits wenige Jahre nach der Gründung machten die frühen Reinickendorfer, die in ihrer kleinen Dorfgemeinschaft ein ruhiges Leben abseits vom großen Trubel auf der anderen Havelseite führten, eine unliebsame Bekanntschaft mit diesen beknackten Spandauern. Reinickendorf war für die Bewohner desselbigen alles. Schließlich lebten dort ihre Familien, sie hatten dort ihre kleinen Äcker - und vor allem waren Sie stolz auf ihre Unabhängigkeit. Umso gekränkter waren sie, als Spandau im Zuge seiner Oh-wir-haben-so-viel-Geld-und-kaufen-das-ganze-Umland-auf-weil-wir-es-können-Exzesse Reinickendorf zu einem lachhaften Preis von 60 Hellern, zehn Kuhfladen und einer Fuhre Langholz aufkaufen wollte. Die Reinickendorfer lehnten natürlich ab. Wenige Tage später am 16. Juni 1252 kam der selbe Botschafter aus Spandau wieder und unterbreitete den Anwohnern die Drohung des Spandauer Magistrats, dass das Angebot jetzt anzunehmen sei, oder man müsse mit Waffengewalt rechnen. Die Bewohner des kleinen Angerdorfes hatten keine Wahl, da sie mit Fackeln und Mistgabeln allein nichts gegen die militante Stadtwache Spandaus ausrichten konnten. Sie nahmen das lausige Angebot an und das schöne kleine Reinickendorf wurde von diesen Spandauer Scharlatanen aufgekauft.

Reinickendorfer RevolutionBearbeiten

Doch es kam noch schlimmer! Frauen aus Reinickendorf wurden zu einer beliebten Ware in Spandau, da diese ausgesprochen hübsch sind und dort als Dekoration ausgestopft und auf die Straße gestellt wurden, um das Verhältnis von Schönheiten und sowohl seelisch als auch körperlich hässlichen Spandauerinnen (die im übrigen als das Urbild für Hexen angesehen werden) auszugleichen. Da platzte den versklavten Reinickendorfern die Halskrause und einige verließen mit all ihre Habseligkeiten ihre Heimat. So kam es, dass die Geflüchteten sich an anderen Orten in der Umgebung niederließen. In der Folge wurde ein Großteil der heutigen Stadtteile Reinickendorfs gegründet: Tegel, Wittenau, Heiligensee, Hermsdorf, Lübars, Waidmannslust, Frohnau und Konradshöhe. Einige Jahre vergingen, dieses widerliche Spandauer-Pack bekam davon Wind und so mussten sie auch dort wieder ihre gierigen Fänge in die Hälse der Exil-Reinickendorfer schlagen (natürlich nur symbolisch). Sie wurden deshalb auch mehr oder weniger versklavt und den Reinickendorfern wurden weitere Fluchttätigkeiten untersagt, um sie entgültig an ihre Knechtschaft zu binden.

Das war der Tropfen, der das Fass zum überlaufen brachte und so rebellierten die neun Stämme Reinickendorfs ab dem 07. Juni 1452 gewaltsam gegen ihre Sklavenhalter - die Reinickendorfer Revolution war geboren. Der blinde Hass, den die Versklavten den Spandauern durch die 200 Jahre andauernde Knechtschaft entgegenbrachten, verlieh ihnen eine Kampfesbrutalität, die die Spandauer regelrecht verängstigte. Infolge der Revolution gab es für die unverschämten Westhavelaner also das erste Mal richtig langen Hafer. Anschließend schlossen sich die Stämme Reinickendorfs zu einer Stadt zusammen. Spandau hatte damit seinen ersten ernstzunehmenden Kontrahenten gefunden.

Reinickendorf Rising (Risinckendorf)Bearbeiten

Mit dem Aufstieg Berlins, welches damals noch viel kleiner war, erlangte auch Reinickendorf zunehmende Bekanntschaft. Durch den Tegeler See und die ausgedehnten Wälder des Tegeler Forstes wurde es zu einer beliebten Residenz der Leute, denen das hektische Stadtleben in Berlin zuwider war. In der Folge zogen viele wohlhabende Menschen, die keinen Bock auf Berlin hatten, nach Reinickendorf. Die Stadtkassen füllten sich; und das fand Spandau wieder mal ganz schön doof. Deshalb kam es im beginnenden 19. Jahrhundert zum sogenannten Prunkbauten-Wettlauf, in denen Spandau und Reinickendorf sich gegenseitig durch das Bauen von Statuen, Brunnen und sonstigem Tinnef zum Zwecke der Zurschaustellung ihres Wohlstandes zu übertreffen versuchten. Man spricht auch von Kalten Havelkrieg. Erstes Bauwerk und eigentlicher Auslöser dieses Wettlaufes war das Bauvorhaben ums Schloss Tegel, das durch seinen klassizistisch anmutenden Charme viel cooler war als die Zitadelle Spandau.

Die Ansiedlung der reichen Großindustriellen-Familie Borsig Ende des 19. Jahrhunderts markierte den Sieg Reinickendorfs, weil Borsig damals die größte Lokomotiven-Baugesellschaft Europas war und die Stadt dadurch abartig reich wurde. Und weil die Arbeiter damals kaum Wohnplatz fanden, wurde die heutige Wohnsiedlung Borsigwalde auf einem Stück des Stadtteils Wittenau errichtet. In den 1960ern kam es durch den rasanten Bevölkerungsanstieg zum enormen Bauvorhaben um die Großbausiedlung Märkisches Viertel. Es ist vergleichbar mit dem Spandauer Stadtteil Staaken, nur in viel cooler (wie soll es auch anders sein). Die Wohnhäuser besitzen zumeist mindestens zwölf Stockwerke und sind in klinischem Weiß gehalten, ergänzt durch ziemlich viele Grünflächen und Freizeitangebote. Woodgrain Gerbil selbst wohnte etwa zwei Jahre dort bei seiner Schwester Lorelei-Sarina, bis diese plötzlich mit einem Potsdamer Schwergewichtsboxer durchbrannte und nie wieder ein Wort von sich hören ließ.

Söhne und Töchter ReinickendorfsBearbeiten

  • Woodgrain Gerbil
  • Lorelei-Sarina von Bleifuß
  • Sido
  • Onkel Baumann
  • Reinhard Mey
  • Farin Urlaub
  • Erwin Rommels böser Zwilling
  • Miss Germany 2010
Nutzung von Community-Inhalten gemäß CC-BY-SA , sofern nicht anders angegeben.